Abb. 1.54 Sehprobentafel im ETDRS-Design, hier retroilluminiert in fahrbarer Leuchtbox.
Abb. 1.56 Lea-Symbole (nach Lea Hyvärinen). Unterschiedliche Anbieter. Wandtafel (crowded symbols), links davor Einzelsymbol-Ringbuch, beide kalibriert für 3 m Abstand. Rechts vorne Karte mit Abstandskordel für die Nähe, kalibriert für 40 cm.
Abb. 1.55 ETDRS-Visus versus Landoltring-Visus. Im oberen Visusbereich liefern ETDRS-Symbole und Landoltringe nahezu identische Werte. Im unteren Visusbereich liefern die ETDRS- Symbole geringfügig höhere Werte (n = 113). Mehrfach gemessene Wertepaare sind nicht gekennzeichnet.
Der C-Test nach Haase und Hohmann [32] enthält Landoltringe in 4 geraden Ausrichtungen. Der Abstand zwischen den Ringen beträgt in 5 m Prüfdistanz für die eng benachbarten Ringe 17,2‘ und 2,6‘. In kürzerer Prüfdistanz ist der Winkelabstand der Sehzeichen um den Faktor 5/Prüfdistanz[m] größer. In 1 m Entfernung beträgt er 5 × 17,2' = 86' ≈ 1,5° bzw. 5 × 2,6' = 13'.
Merke
Zur Amblyopiediagnostik eng benachbarte Sehzeichen verwenden.
Für Kleinkinder ist auch der gröber abgestufte H-Test gedacht, bei dem das Kind eine Tastatur betätigen soll und korrekte Antworten musikalisch belohnt werden [38]. Zur Messung in der Nähe sind ebenfalls Landoltringe in Abständen von 17,2‘ und 2,6‘ sowie einzeln und in Reihe angeordnete (crowded) Lea-Symbole erhältlich. Birkhäuser-Tafeln enthalten neben Texten auch Landoltringe und Zahlen (▶Abb. 1.57).
Die Kombination von Bildschirm und Computer eröffnet eine große Variabilität des Sehzeichensatzes. Es ist aber zu beachten, dass keine ungeeichten Sehzeichen zur Anwendung kommen. Probleme ergeben sich bezüglich der vorgeschriebenen Leuchtdichte und in der Nähe eventuell durch die Auflösung des Monitors.
Abb. 1.57 C-Test nach Haase. Die Karten zeigen Landoltringe mit 4 möglichen Alternativen als Einzelsehzeichen (links) und Reihensehzeichen mit 17,2‘ Abstand (Mitte) und 2,6‘ Abstand (rechts) zwischen den Sehzeichen, kalibriert für 5 m.
Abb. 1.58 Preferential Looking (PL). Objektive Sehschärfebestimmung nach dem Prinzip des PL unter Verwendung von Acuity-Karten nach Davida Teller. Die Stellwand, in deren Fenster die Karten gezeigt werden, schirmt Umgebungsreize ab. Zwischen den Darbietungen lenkt das Gesicht des Untersuchers die Aufmerksamkeit des Kindes auf das Fenster.





